Rückblick: Zukunftswerkstatt der WIR!-Bündnisse in Berlin
Transformation in der Region – WIR! wirkt und wie?!
Am 4. November 2025 trafen sich in der Landesvertretung Thüringen in Berlin Vertreterinnen und Vertreter von 33 WIR!-Bündnissen mit Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, um gemeinsam Bilanz zu ziehen: Was haben die WIR!-Initiativen in den vergangenen Jahren bewirkt – und wie können sie den Wandel in den Regionen weiter aktiv gestalten?
Unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Elisabeth Kaiser, Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, zeigte die WIR!-Community deutlich: Die Bündnisse sind zu wichtigen Innovationsmotoren in ihren Regionen geworden – mit starken Netzwerken, vielfältiger Expertise und einer beeindruckenden Bandbreite an Themen von Bioökonomie bis Hightech.
Im Rahmen der fünf thematischen Cluster-Workshops (Gesundheit, Bauen, Bioökonomie, soziale Innovation, Hightech) fassten die Teilnehmenden ihre Erfahrungen zusammen und formulierten Erwartungen an künftige Förderstrategien und Innovationsrahmenbedingungen. Das GRAVOmer-Team war im Cluster »Hightech« vertreten – mit Berenike Struve und Arend Riegel, die gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern von MR4B, SmartErz, ArtiFarm, Laser.region.Aachen sowie der WIR!-Begleitforschung zentrale Impulse einbrachten.
Aus WIR!- besonders relevant: Die Forderung nach Kontinuität der Innovationsinfrastrukturen; die Notwendigkeit, technologische mit sozialen Innovationen zu verknüpfen und der Appell, die verschiedenen Förderlinien zueinander pass- und anschlussfähig zu gestalten. Denn insbesondere im gezielten Zusammenwirken dieser Faktoren, lassen praxistaugliche Projektergebnisse sowie die dafür notwendigen Umfeldbedingungen optimal generieren und verstetigen. Das trifft auch für GRAVOmer-Projekte zu, in denen funktionale Oberflächen entwickelt werden. Sie sind ein Beispiel dafür, wie regionale Hightech-Kompetenzen branchenübergreifend Wirkung entfalten – von der Werkstoffentwicklung, über die Fachkräfteentwicklung bis zur industriellen Produktion.
In den abendlichen Pitch-Vorträgen stellten die Cluster-Gruppen ihre Ergebnisse vor. Sie zeigten klar, dass unsere WIR!-Bündnisse u. a.:
_ eine schlagkräftige Innovationsinfrastruktur geschaffen haben, die in den Regionen über Programmgrenzen hinaus vielfältig wirkt und über die WIR!-Förderlinie hinaus bestehen sollte,
_ regionale, nationale und internationale Sichtbarkeit für regionale Hidden Champions erzeugen und
_ Innovationsstärke, Wertschöpfung, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Regionen schaffen und fördern.
Die anschließende Fish-Bowl-Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Forschung – darunter Elisabeth Kaiser, Holger Mann (SPD), Ayse Asar (Bündnis 90/Die Grünen) und Ramón Kucharzak (BMFTR) – machte deutlich: Die Zukunft regionaler Innovationsförderung bedarf einer besseren, zielgerichteten und umsetzungsfördernden Verzahnung von Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft.
Fazit:
Unsere Zukunftswerkstatt hat gezeigt, wie stark unsere WIR!-Bündnisse als Treiber technologischer und gesellschaftlicher Innovation wirken. Für GRAVOmer war es wertvoll, Teil dieser Community zu sein, Erfahrungen auszutauschen und Impulse für die weitere Arbeit und Vernetzung in der WIR!-Community einzubringen. Ein herzliches Dankeschön an das Organisationsteam rund um Constanze Roth (WIR! Vogtlandpioniere), Thomas Schneider (WIR! Landvision), Christina Peters (WIR! BioZ), Nina Oswald (WIR! DIANA) und alle Beteiligten!